ELMA macht Kunst einer besonderen Art.

 

Die Autodidaktin fand im Herbst 2013 heraus, dass sich Wolle auch zum Malen eignet. Mit der sehr feinen Filznadel bringt sie in aufwendiger Feinarbeit bereits gefärbte unversponnene Schafwolle auf Industriefilz auf.

 

Dadurch gelingen sowohl plastische wie auch ölbildartige Darstellungen. Oft werden mehrere Schichten Schafwolle hauchdünn übereinandergelegt und mit der Filznadel eingearbeitet, wodurch räumliche Tiefe aber auch ganz zarte Farbübergänge entstehen können.

 

Selbst zur Ausarbeitung kleinster Details sind manche Wollarten geeignet, dazu verwendet ELMA oft nur ganz wenige Fasern.

 

 

Interessierten vermittelt die in Osterath lebende Künstlerin ihre Arbeitstechnik gerne. Sie malt überwiegend figürliche Darstellungen, und in symbolischer Verknüpfung mit dem menschlichen Leben, Motive aus der Natur. Neben den Bildern entstehen auch realistisch nach dem lebenden Modell gearbeitete Früchte oder Gemüse aus Wolle.

 

Von der Welt der Amseln voll musikalischer Abenteuer und fast romanhafter Charaktervielfalt fasziniert, hat sie natürlich auch diesen einen Platz in der Wollkunst eingeräumt.

 

Die Wollmalerin erklärt: „Mein Thema sind die Sinnzusammenhänge zwischen den Grundbedingungen des Lebens wie Inhalt und Form, Wurzel und Krone, Nähe und Ferne, Frau und Mann. Ich möchte versuchen, einen Abglanz von dem Lebendigen, Ursprünglichen, Unverstümmelten festzuhalten."

 

Das menschliche Gesicht aber steht im Mittelpunkt von ELMAs Bildern. Mit Blick auf die große europäische Portraitkunst von einst meint sie: "Auch in unserer Zeit können Menschen einen Anspruch darauf haben, in Würde dargestellt zu werden - gibt es wohl ein größeres Wunder auf der Welt als ein menschliches Gesicht?"

 

ELMA, die sich anderen Kunstformen stark verbunden fühlt, wird oft durch Lyrik zu neuen Arbeiten angeregt, etwa von Stefan George oder Oskar Loerke.

 

Als Pianistin entdeckt sie zurzeit (wenn es der Stundenplan erlaubt) die Musik von Franz Liszt.

 

Eine kleine Auswahl ihrer Bilder und plastischen Arbeiten: